Radon / Radium

Radon ist ein radioaktives Edelgas. In höheren Konzentrationen in der Atemluft erhöht Radon das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken. Das Radon gelangt durch die Inhalation hochaktiver radonhaltiger Luft oder in Wannenbädern durch die Haut in den menschlichen Organismus. Radon wird als Edelgas ein- und wieder ausgeatmet. Die Radonfolgeprodukte hingegen setzen sich in der Lunge ab und bestrahlen das Lungengewebe.

 

Als radioaktives Gas mit sehr hoher Dichte kann sich Radon in Gebäuden, besonders in Kellern und den unteren Stockwerken ansammeln. Ob das Radongas ins Haus eindringen kann, hängt in erster Linie davon ab, wie dicht das Haus im Kontakt gegenüber dem Untergrund ist. Beispiele von undichten Stellen in der Gebäudehülle:

  • Risse und Fugen in Wänden und Böden
  • Öffnungen für die Durchführung von Kabeln und Rohren
  • Kellerböden aus Erde oder Kies
  • Undichte Luft-Erdregister
  • Erdsonden
  • Kanalisationsrohre
  • Bodenschächte und Kontrollöffnungen
  • Licht und andere Schächte im Kellerbereich
  • Kamine
  • Durchlässige Konstruktionen (Holzbalkendecken, Bruchsteinmauerwerk, etc.)

Für den Transport des Radons aus dem Boden ins Hausinnere ist hauptsächlich der sogenannte «Kamineffekt» verantwortlich: warme Luft steigt wie in einem Kamin innerhalb eines Gebäudes auf. Dadurch entsteht in den Untergeschossen ein leichter, kaum spürbarer Unterdruck. Neue Luft und damit auch Radon werden aus dem Bauuntergrund heraus und durch undichte Stellen in der Gebäudehülle ins Innere gesogen. Die Sogwirkung kann durch Ventilatoren (Küche, Bad usw.) oder Cheminées verstärkt werden. Wenn in der kalten Jahreszeit die Heizungen eingeschaltet sind, wird die Luft im Haus stärker erwärmt, was den Kamineffekt ebenfalls verstärkt. Die Radonkonzentrationen sind in der Regel im Keller am höchsten und nehmen mit jedem weiteren Stockwerk ab.

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